KuferSQL ist langsam — Performance verbessern
Indizes reorganisieren, Namensauflösung und Antwortzeiten prüfen und die Datenbank über Wartungspläne dauerhaft pflegen
Masken bauen sich zäh auf, Listen und Auswertungen brauchen ungewöhnlich lange? Die Ursache liegt fast immer in der Datenbank-Pflege oder in der Netzwerkverbindung zum SQL-Server — hier sind die Prüfschritte.
Was bremst KuferSQL aus?
Für ein langsames KuferSQL kommen im Wesentlichen vier Ursachen infrage:
- Fragmentierte Indizes und veraltete Statistiken: Durch den täglichen Betrieb wachsen und zersplittern die Indizes der Datenbank. Der SQL-Server muss dann mehr Daten durchsuchen als nötig.
- Namensauflösung und Netzwerk: Löst der Servername nur verzögert auf oder ist die Antwortzeit zum Server zu hoch, wirkt sich das auf jede einzelne Abfrage aus.
- Fehlende laufende Wartung: Ohne regelmäßige Wartung verschlechtert sich die Performance schleichend, statt einmalig einzubrechen.
- Authentifizierungsart bei SQL Server 2025: Die Anmeldung über einen SQL-Benutzer kann dort zu Performance-Problemen führen.
Indizes reorganisieren
Kufer empfiehlt als Sofortmaßnahme, die Indizes der Datenbank zu reorganisieren:
- Öffnen Sie im KuferSQL-Programmverzeichnis die Datei SQLStruktur.exe.
- Wählen Sie dort die Sonderfunktion Indizes reorganisieren.
- Lassen Sie den Vorgang vollständig durchlaufen.
Der Vorgang dauert 10 bis 30 Minuten und verlangsamt KuferSQL in dieser Zeit zusätzlich. Starten Sie ihn deshalb am Ende des Tages, wenn nur noch wenige Anwender mit dem Programm arbeiten. Danach sollte KuferSQL spürbar besser laufen.
Namensauflösung und Antwortzeiten prüfen
Öffnen Sie im Programmverzeichnis die Datei basyssql.udl. Unter Punkt 1 steht der Servername, mit dem sich KuferSQL verbindet. Prüfen Sie diesen Namen anschließend in der Eingabeaufforderung:
- Namensauflösung:
nslookup <Servername>— lässt sich der Name nicht sauber auflösen, besteht vermutlich ein Problem mit dem DNS. Tragen Sie testweise die IP-Adresse statt des Hostnamens ein oder umgekehrt. - Antwortzeit:
ping <Servername>— die durchschnittliche Antwortzeit sollte unter 1 ms liegen, höchstens jedoch 5 ms betragen.
Stellen Sie außerdem sicher, dass IPv6 nicht aktiviert ist, sofern es nicht benötigt wird.
Authentifizierungsart prüfen (SQL Server 2025)
Setzen Sie einen SQL Server 2025 ein, stellen Sie die Authentifizierungsart in der Datei basyssql.udl im KuferSQL-Programmverzeichnis auf Windows NT um. Aufgrund einer geänderten Verschlüsselung kann die Anmeldung mit einem SQL-Benutzer dort zu Performance-Problemen führen.
Wie Sie die Umstellung durchführen, beschreibt Datenbank-Anmeldung auf Windows-Authentifizierung umstellen.
Wartungspläne im SQL-Server einrichten
Ist ein vollwertiger SQL-Server im Einsatz, pflegen Sie die Datenbank dauerhaft über die Wartungspläne des SQL Server Management Studios. Empfohlen sind die Tasks:
- Statistiken aktualisieren
- Index neu organisieren
So bleibt die Performance stabil, statt zwischen manuellen Eingriffen immer wieder abzufallen.
Fehlt die Wartungsplan-Funktion, bleibt die Reorganisation über SQLStruktur.exe — sie ist davon unabhängig, muss aber manuell angestoßen werden.
Ergebnis
Die Indizes sind reorganisiert, Namensauflösung und Antwortzeiten stimmen, und die Datenbank wird — soweit die SQL-Server-Edition Wartungspläne bietet — laufend gepflegt.
- Seit wann und in welchen Programmbereichen die Verzögerung auftritt
- Ob alle Arbeitsplätze betroffen sind oder nur einzelne
- Ergebnis von
ping <Servername>(durchschnittliche Antwortzeit) - Version und Edition des eingesetzten SQL-Servers